Freitag, 18. November 2016

JURASSIC MAC, Teil 1: Die Entscheidung für einen Dinosaurier

Mac Pro Tower, 2010


Da steht er also, der neue Mac Pro - ein antikes Stück: Baujahr 2010!
Es ist keine einfache Entscheidung, ein in Rechnerjahren derart uraltes Teil zu kaufen.

Zur Vorgeschichte dieser Anschaffung: 
Unseren aktuellen Film „The Wounded Brick“ (www.thewoundedbrickfilm.com) haben wir mit Final Cut Pro 7 geschnitten, das Grading machten wir mit Apple Color. Als I/O verwendeten wir eine Matrox MXO2, eine tolle Hardware, die praktisch keine Probleme machte - außer, man vergißt so wichtige Dinge wie: Die Output Settings in Apple Color von „MXO2“ auf „none“ zu stellen, bevor man das Programm schließt; das heißt dann neuerliches Installieren der Matrox mit allen Treibern. Aber ein Post it auf dem Monitor löste das Problem dauerhaft!

Zur Zeit, als wir mit der Postproduktion von „The Wounded Brick“ begannen, näherte sich das Ende von FCP 7 und Apple Color - aber wir hatten ja noch bis zur Postproduktion des nächsten Films Zeit, uns ein neues Soft-und Hardware Setup zu überlegen.

In diesem Sommer haben die Dreharbeiten zu unserem neuen Film „Near and Elsewhere“ begonnen. Damit wurde die Frage akut: Welche neue Hard- und Software?  Neue Software - Davinci Resolve Studio - und neue Hardware… Nicht einfach, da eine Lösung zu finden.

Die erste, wahrscheinlich logische Idee, wenn man mit einem Mac arbeiten möchte: Der neue, kleine, zylindrische, schwarze, stylische (??) Mac Pro, liebevoll „Darth Vader Helmet“ genannt. Doch in der von Blackmagic vorgeschlagenen Konfiguration  steigt der Preis für uns als independent Produzenten in astronomische Höhen und andere Galaxien. Man liest von Problemen mit den eingebauten Grafikkarten, auch nicht sehr motivierend. Und dann taucht schon auch eine ganz prinzipielle Frage auf: Unterstützt man die von Apple seit dem iPhone Geldregen verfolgte Strategie, neue Geräte zur stylischen Blackbox zu machen? Hauptsache cooler Look, aber vom Nutzer praktisch nicht mehr zu verändern oder zu erweitern?

Wir - eigentlich eingeschworene Apple User - waren sogar knapp davor, einen Windowsrechner zu kaufen. Aber ein Blogeintrag von Marco Solorio (http://www.onerivermedia.com/blog/apple-mac-pro-tower-reborn/) gab dann letztendlich den interessanten Anstoß, an den alten Mac Pro Tower zu denken - und ihn zu tunen.


Mac Pro Tower, 2010

Mehr zum Tuning in der kommenden Woche.